10.05.2010
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Bund oder Zivi?
Ein Artikel von Hauke
würde ich zur Bundeswehr gehen.
Als ich im Jahr 2008 gemustert wurde und die Wahl hatte zu verweigern oder mich dem Heer anzuschließen überlegte ich sehr lange. Ich durchdachte alle Möglichkeiten und lies mich von einem Wehrberater informieren. Er sagte mir, dass ich mit meiner Eignung ein Scharfschütze werden könnte. Obwohl ich Interesse hatte verweigerte ich den Dienst an der Wafe, da ich die Beziehung mit meiner damaligen Freundin nicht riskieren wollte. Ich machte meinen Zivildienst als Integrationshelfer und Fahrer bei einem Behindertentransportdienst. Das zweiwöchige Seminar, dass dazu dienen sollte uns Zivildienstleistende auf unseren neunmonatigen Dienst vorzubereiten war eher eine Sammlung von Einzelkursen, die, obwohl wir alle die gleiche Art von Zivildienst machten, nämlich Integrationshilfe, nicht darauf ausgelegt uns darauf einzustimmen, was auf uns zukommen würde. Ich finde, dass das einer der größten Kritikpunkte ist, die man am Zivildienst äußern kann, nämlich, dass die meisten Zivis, nicht alle, aber einige, nicht genau wissen, was sie eigentlich tun, auf Grund der schlechten Ausbildung, aber trotzdem dazu verpflichtet sind Verantwortung zu übernehmen. Ein weiterer Kritikpunkt am Zivildienst ist, dass dem Zivildienstleistenden die Möglichkeit verwehrt bleibt, seinen Dienst zu verlängern. Es ist gesetzlich nicht vorgesehen, dass ein Zivi länger als 9 Monate seinen Dienst macht, was ich im Vergleich zur Bundeswehr, bei dem man sich, in der Offizierslaufbahn, bis zu 12 Jahre verpflichten kann, ungerecht finde. Der Zivildienst bleibt eben ein Ersatzdienst. Die Möglichkeiten, die dem Soldaten bei der Bundeswehr geboten werden sind kaum vergleichbar, da ständig Männer und inzwischen auch vermehrt Frauen gesucht werden. Demnach ist es auch kaum verwunderlich, dass man bei der Bundeswehr von Deutschlands größtem Arbeitgeber spricht. Allerdings muss man mit der Gefahr rechnen in eines der Krisen- oder Kriegsgebiete berufen zu werden, was zwar gut entlohnt wird, aber nicht mit der Garantie verbunden ist, dass man lebend nach Hause kommt.
Vom heutigen Standpunkt aus, sehe ich die Dinge anders:
Ich könnte mir vorstellen mich bei der Bundeswehr für 4 Jahre zu verpflichten, Koch zu werden oder Informatiker - die Freundin von damals gibt es nämlich nicht mehr.
Kommentare
Diskussion zu diesem BeitragDie neuesten Beiträge:
Beate Regina schrieb am 17:07 Uhr 07.12.2010
Wie immer habe ich auch zu diesem Thema, einiges im Internet wieder gefunden
Heike Sabine schrieb am 22:04 Uhr 06.12.2010
Wie immer - sehr schön zu lesen und informativ. Ich wünschte alle Blogschreiber wären so engagiert.
Schmetterling-Reisen schrieb am 19:10 Uhr 09.11.2010
Grossartige Seite, ganz Klasse, würde mich freuen öfter so etwas zu lesen


Alex am 06:50 Uhr 13.3.2012 :
Die Mühe hat sich wirklich gelohnt, eure Seite
Otto am 20:51 Uhr 02.2.2012 :
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