Jugendkultur
In jeder Generation versuchen Jugendliche ihr Lebensgefühl in Abgrenzung zu der bestehenden Erwachsenenwelt auszudrücken. Ergebnis ist immer eine Form der Sub- oder Gegenkultur, die sich meist durch eine starke Gruppenzugehörigkeit auszeichnet. Natürlich gibt es nicht "die" Jugendkultur. Gerade die Vielfalt ist es, die das Phänomen dieser Mikrostrukturen ausmacht. Die unterschiedlichen
Ausdrucksformen drücken sich jedoch in den meisten Gruppen über Kleidung, Frisur, Musik, in eigenen Codes und Sprachhabitus aus.
Im Zuge der Globalisierung und der digitalen Medien haben auch die Jugendkulturen eine enorme Veränderung erfahren. Es ist vor allem zu beobachten, dass sich viele Subkulturen nicht mehr nur im realen Raum bewegen, sondern verstärkt den virtuellen Raum erobern. Dies ist vor allem in den Social Communities zu beobachten, in denen durch die eigene Selbstdarstellung Netzwerke und Gruppenzugehörigkeiten entstehen, die häufig rein virtueller Natur sind und bleiben.
Die aktuellen Jugendkulturen sind im großen Maße durch den Mainstream beeinflusst und werden häufig auch schnell international vermarktet. Ein gutes Beispiel hierfür sind die sogenannten "Emo-Kids", die über die Verbreitung der digitalen Medien in den unterschiedlichsten Kulturkreisen ? Deutschland, Amerika, Japan etc. ? zu finden sind.
Doch nicht nur der virtuelle Raum ist ein Beispiel für aktuelle Jugendkulturen. Vor allem auch die Erkundung und Eroberung des urbanen Raums ist ein Kennzeichen von Jugendlichen der modernen Gesellschaft.
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